Zum Inhalt springen
Spenden
|   News

Ambulante Hilfe für Alkoholkranke

Suchtberaterin Stefanie Lietzow im Gespräch mit einem Klienten. Bei der Suchtberatungsstelle in Wismar finden Betroffene Unterstützung und ein offenes Ohr.

Ambulante Rehabilitation mit der Suchtberatung Wismar.

Die Suchtberatungsstelle des Diakoniewerks im nördlichen Mecklenburg in der Wismarer Innenstadt bietet alkoholkranken Menschen die Chance, ihre Suchterkrankung zu therapieren und dabei gleichzeitig weiter ihrer Arbeit nachgehen zu können sowie im eigenen Zuhause zu bleiben. Die sogenannte ambulante Rehabilitation ist eine Alternative zur stationären Behandlung in einer Suchtfachklinik.

„Der Standardaufenthalt in einer Suchtklinik dauert rund 12 bis 16 Wochen. Nicht jeder Betroffene hat die Möglichkeit, so lange von seinem Arbeitsplatz oder dem Zuhause fernzubleiben“, so Diplom-Psychologin und Suchtberaterin Stefanie Lietzow. „Das gilt für Alleinerziehende ebenso wie für Menschen, die nicht möchten, dass ihre Suchtproblematik an ihrem Arbeitsplatz bekannt wird.“ Bei der ambulanten Rehabilitation wird die Suchterkrankung in rund 40 Terminen - verteilt über mehrere Monate - behandelt. Dazu gehören Einzelsitzungen ebenso wie Gruppentreffen. „Diese ambulante Art der Behandlung eignet sich besonders gut für Menschen, die in einem stabilen sozialen Umfeld leben“, so Lietzow, „Sie können so das Gelernte direkt in ihrem Alltag umsetzen und trainieren.“

Hans Schumacher* hat sich vor mehr als einem Jahr für die ambulante Behandlung entschieden. Nach drei Entgiftungen und insgesamt mehr als 20 Jahren Abstinenz brauchte er nach einem erneuten Rückfall professionelle Unterstützung. „Ein Klinikaufenthalt kam für mich nicht in Frage, ich will bei der Arbeit nicht so lange ausfallen“, erklärt er. Seit einem Jahr nimmt er nun an den regelmäßigen Einzel- und Gruppengesprächen teil und kann erste Erfolge vermelden: „Seit ich dabei bin, hatte ich keinen Rückfall mehr. Und ich habe viel über mich selbst gelernt“, so Schumacher. „Ich weiß, dass ich mich jederzeit - auch nach Ende der Reha - melden kann und Hilfe bekomme. Und ich weiß, dass ich nicht allein bin mit meinen Problemen. Es gibt Menschen, denen es ganz genauso geht wie mir.“ Hans Schumacher hat durch seine lange Suchtgeschichte viel Erfahrung gesammelt. Davon möchte er etwas weitergeben: „Man muss sich Hilfe suchen, es gibt genügend Angebote. Niemand muss das alleine schaffen und niemand muss sich dafür schämen“, so Schumacher, „hätte ich den Kontakt zur Suchtberatungsstelle schon früher gehabt, hätte es meinen letzten Rückfall nicht gegeben, da bin ich sicher.“

*Name geändert

Betroffene oder Angehörige können sich unter Telefon 03841 2240410 bei der Suchtberatungsstelle Wismar melden und sich individuell beraten lassen. Die Mitarbeitenden vor Ort stellen bei Bedarf Kontakte zu Ärzten und Kliniken her oder unterstützen bei Anträgen für die Kranken- oder Rentenversicherung.

Zurück
VON BIS

Ansprechpartner: Lutz Regenberg

Telefon: 0451/4002-50198

Fax: 0451/4002-50218

Mobil: 0171/2128047

lutz.regenberg@diakoniewerk-gvm.de

Ansprechpartner: Melina Ottensmeier

Telefon: 0451 4002 50164

Mobil: 0152 09092115

melina.ottensmeier@diakoniewerk-gvm.de