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Corona-Krise: Freie Wohlfahrtspflege gerät ins Hintertreffen

Geschäftsführerin Kirsten Balzer.

Das Diakoniewerk wendet sich mit einem eindringlichen Appell an die Landesregierung.

Mit einem eindringlichen Appell hat sich die Geschäftsführerin des Diakoniewerks im nördlichen Mecklenburg heute an die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern gewandt. In ihrem Brief fordert Kirsten Balzer dazu auf, die Träger der freien Wohlfahrtspflege in dieser Corona-Krisenzeit mehr in den Blick zu nehmen. „Wir tragen gemeinsam mit allen Trägern im Gesundheitswesen die Hauptlasten dieser Krise und sind dennoch im Vergleich zu Kliniken und Krankenhäusern aus dem Fokus geraten“, so Balzer.

„Trotz der hohen Bedeutung des Gesundheits- und Sozialsystems in dieser Krise, hängt die Wohlfahrtspflege zur Zeit am Ende der Versorgungskette“, heißt es beispielsweise in dem Schreiben. Die Vorräte von Schutzausstattung für die eigenen Mitarbeitenden ließen sich seit Wochen wegen Lieferengpässen nicht weiter ausbauen. Das Diakoniewerk fordert die Regierung daher dazu auf, Wohlfahrtspflegeeinrichtungen in die Versorgungskette für Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel mit aufzunehmen. „Wir hören in den Medien, dass Schutzausstattung in großem Umfang eingekauft und verteilt werden würde – bei uns kommt jedoch nichts an“, so Balzer.

Außerdem seien Träger der freien Wohlfahrtspflege nicht in der Lage, die großen finanziellen Engpässe durch die aktuell geringeren Auslastungen ihrer Angebote oder Einnahmeeinbußen wegen Schließungsanordnungen mit eigenen Mitteln auszugleichen. Vielen sozialen Einrichtungen drohe ein Liquiditätsengpass, der ihr Überleben gefährde. Der Kabinettsbeschluss, 75 Prozent der durch die Krise entstehenden Kosten in der Wohlfahrtspflege über den Rettungsschirm abzusichern, sei in diesem Zusammenhang vage und unzureichend.

„Gemeinnützige Organisationen sind nicht in der Lage, die entstehenden Finanzlücken alleine zu schließen“, sagt Balzer. „Große Rücklagen wie in der freien Wirtschaft existieren hier nicht. Die Finanzierungssituation sozialer Dienstleistungen ermöglicht es auch nicht, solche Lücken in der Zukunft wieder zu schließen.“ Ihre Sorge: „Es geht hier um die Frage, welche Versorgungsstruktur mittelfristig noch existiert. Und es geht um Arbeitsplätze und um die Menschen, die unsere Hilfe dringend benötigen.“

Die Geschäftsführung des Diakoniewerks fordert deshalb verlässliche und umfängliche Finanzierungszusagen, die das Bestehen der Hilfsangebote jetzt und für die Zukunft nach Corona sichern.

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VON BIS

Ansprechpartner: Lutz Regenberg

Telefon: 03881/785950

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lutz.regenberg@diakoniewerk-gvm.de

Ansprechpartner: Melina Ottensmeier

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melina.ottensmeier@diakoniewerk-gvm.de